Heinz Neidel

"Wir begegnen fein hingestrichenen Zeichnungen, farbensatter Malerei und hart konturierten schwarz-weißen Netz-Struktur-Stücken. Ihr Inventar ist üppig: gezirkelte Natur-Segmente, Einblicke in schillernd sprießende Paradies-Gärten, still-bewegte Hügellandschaften, absurde Verkehrszeichen, anonyme Gehäuse, skelettierte Waldstücke, Pilze als Leuchtbojen und immer wieder Fantasie-Pflanzen. Sie tauchen entweder einzeln oder in stimulierenden Arragements auf: bizarr, einschmeichelnd, besitzergreifend, manchmal wild, wie zum Tanz auffordernd. [...] Auf den ersten Blick könnten die Motive teil- bis streckenweise der Wirklichkeit entlehnt sein. Doch dies ist nur eine Facette. Beim zweiten Hinsehen scheinen Gegenwelten auf, 'deren Schweigen glitzert', wie der Künstler treffsicher anmerkt."

Zitiert aus: Neidel, Heinz (2005). "Annäherungen. Zu Tobias Loemkes Kunst-Kosmos" In: Loemke, Tobias. Förderpreisträger der Rupert-Gabler-Stiftung Obergünzburg. Altötting, o. S.